schlimmer geht immer

tumorsuche.

update: alles gut, alles negativ. will heißen, dass PET und normale CT haben nichts ergeben. bis auf meinen alten freund das leberhämangion, was aber harmlos ist.

don’t panic. tumorsuche hört sich schlimmer an als es ist. nur: wenn man jenseits der 30 ist und über 20 jahre lange immunsuppressiva geschluckt hat (und weiter schluckt), dann sollte regelmäßig nach tumoren gesucht werden. denn cortison und MTX machen das immunsystem nicht nur anfälliger für infekte, sie erhöhen auch das tumorrisiko. und was bösartiges ist das letzte, was ich brauchen kann. noch ein wort zur infektanfälligkeit: durch die immunglobulin-infusionen bin ich weitgehend verschont von der rüsselpest. ich darf’s nur nicht zu laut sagen – wir wissen, was passiert ist, als ich das letzte mal schalmeit habe: „ich werde nie krank“. richtig. bronchitis und notlandung im meer der rotze statt weiterflug auf die insel der glückseligkeit. aber ich schweife ab.

das dumme daran ist – und das ist ja bei screenings allgemein so: nur weil man etwas früh findet, heißt das noch lange nicht, dass es bessere heilungschancen gibt. wann man einen hochaggressiven tumor entdeckt, ist, entschuldigt die wortwahl, schlicht scheißegal. denn je aggressiver, desto schwerer zu behandeln. wurscht ob stadium 2 oder 4. und ein nicht-so-aggressiver mitbewohner? womöglich gut behandelbar? da stellt sich die frage: wenn etwas so langsam wächst, wäre es dann nicht auch egal, wann man ihn therapiert? klar, ausnahmen gibt es – gebärmutterhalskrebs zum Beispiel. oder hodenkrebs.

und schon wieder abgeschwiffen. zurück zum eigentlichen thema: eine woche lang komme ich in den genuss der vollen diagnostik-dröhnung. ich denke, es wird ultraschall, mrt oder ct auf dem programm stehen. wobei ich ja für PET plädieren werde – dann kann man den ganzen körper in einem rutsch abfrühstücken. (aber da kenn ich mich nicht genügend aus – vielleicht ist es ja kontrast-mäßig nicht so einfach, alles auf einmal zu machen.)

obendrauf gibt’s als bonus für stammkunden – quasi herzchen einlösen für die prämie beim tengelmann… äh krankenhaus: ein nettes augenkonsil (grauer star), eine knochendichtemessung (cortison = böse für knochendichte) und die „normale“ immunglobulin-infusion. yeah.

also harren wir der dinge, die da kommen.

für die interessierten unter euch noch ein paar links zum thema screening und die tücken:

• Pro & Contra Brustkrebsscreening
Je früher, desto besser – guter Beitrag vom SWR

 

1 comment for “tumorsuche.

  1. Ralf
    14. Oktober 2014 at 21:00

    Einen Punkt haben beide Berichte nicht erwähnt.
    Es gibt eine scheinbar verringerte Sterblichkeit nur durch die Frühdiagnose.
    Die Sterblichkeit beziet sich auf die Anzahl gestorbener Patienten x Jahre nach Diagnoseerstellung. Werden also alle Tumore ein Jahr früher entdeckt leben alle Patienten 1 Jahr länger nach Diagnoseerstellung. Toller Erfolg 🙁

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