schlimmer geht immer

anti-wiesn-ode

aus aktuellem anlass mal wieder …

bald isses wieder soweit und unser lieber OB ude schwingt das hämmerchen, um das von mir zutiefst verhasste oktoberfest zu eröffnen. zwei wochen voller grauen stehen mir bevor. zeit, den hass jetzt schon mal rauszulassen – nicht dass sich das alles noch aufstaut und ich ein böses magengeschwür bekomme.

1. zur wiesn-zeit ist jeder ein alkoholiker

versteht mich nicht falsch, ich mag alkohol. ich mag auch ein gutes bier. auch gern mal mehr als eines. aber wenn man jedes mal, wenn man das haus verlässt, in kotze tritt, ist das nicht schön. in der ubahn, in der tram, an der haltestelle, auf dem marienplatz. überall müffelt es nach alk. auch die menschen, und glaubt mir, morgens halb zehn in münchen will man lieber ein knoppers, als eine fahne im gesicht zu haben.

2. die wiesn ist überall

wer das oktoberfest nicht mag, trotzdem hier leben muss, ist arm dran. freunde? was ist das? hab ich schon lange nimmer gesehen, denn die hängen 24-7 im bierzelt ab. und wenn sie das nicht tun, dann planen sie den nächsten mass-trip, kaufen dirndl und nerven einen mit der frage „aber dies jahr kimmst schoa mit, oder?“

3. es.ist.so.verdammt.voll.

die stadt ist voller abgefüllter (also voller) leute. italiener (grabschgrabsch), japaner (knipsknips), neuseeländer (vorzugsweise in flipflops), schweizer, ösis, usw. MASSEN. sie blockieren parkplätze (besonders die italiener mit ihren doofen wohnmobilen), die kaufen dir beim bäcker alles weg, du musst in der bahn stehen wegen ihnen, du musst im stau stehen wegen ihnen. du wirst ständig von der polizei angehalten, weils von den grünen natürlich nur so wimmelt. bei rot über die ampel? im september nicht zu raten…

4. lass das radio aus!

ist ja nicht so ein großer genuss, die münchner radiosender. aber was will man machen, auf dem weg zur arbeit im auto, wenn man die wetterprognose hören will. erst scheint auch alles ganz normal, inklusive nervender morgenmoderatoren. aber dann! wiesn-musi. ARG. überraschend und hinterhältig.

5. auch vorm job macht’s nicht halt

wenn du gezwungen bist, sämtliche klatschseiten am morgen abzusurfen, dann solltest du schmerzensgeld zur wiesn-zeit von deinem arbeitgeber verlangen. denn überall springen dir schreckliche dirndl entgegen (die eigentlich den namen einer tracht nicht verdient haben). und brüste. überall. und jeden morgen klicke ich sehr zögerlich auf die bild, in schrecklicher erwartung, auch dieses jahr wieder knutschende effenbergs (ja! mit zunge!) in der vollen auflösung meines monitors zu sehen. ich hab letztes jahr schon drei monate gebraucht, um das bild von meiner netzhaut zu kratzen…

6. pinkelnde Männer…

heute auf dem nachhauseweg im stau schau ich nichtahnend nach rechts und sehe, wie ein lederbehoster, stockbesoffener jüngling anstalten macht, AN MEIN AUTO ZU PINKELN. (ja, ich stand nah am bordstein). muss ich mehr sagen? (frau k.: fenster runter, urschrei raus, der jüngling fünf schritte nach hinten und gott sei dank war die ampel dann grün)

7. keine taxis

zumindest dann nicht, wenn man sie braucht. morgen zur klinik wirds vielleicht noch gehen, aber man sollte es nicht wagen, samstag abend eins zu wollen. also innerhalb der nächsten 10 minuten, wenn man es bestellt. rankwinken? kannste vergessen, da müsste erstmal ein freie vorbeikommen.

5 comments for “anti-wiesn-ode

  1. 10. Oktober 2012 at 10:20

    Oktoberfest und Karneval, scheint alles harmlos zu sein. Jede Woche von Freitag – Sonntag kann man genau diese Szenen erleben und zwar auf der Hamburger Reeperbahn. Und es gibt trotzdem Leute die schon Jahre direkt dort leben und das ganze Geschehen dann auch noch tapfer täglich verbloggen. Dannke Matt.
    http://rueckseitereeperbahn.blogspot.de/2012/08/der-alte-kacker.html#links

  2. 29. September 2012 at 11:29

    Er versuchte an dein Auto zu pinkeln? Da hätte ich auch geschrien… Und vermutlich irgendwas geworfen… Gibts doch nicht…
    Gestern/heute morgen hab ich einen Typen an der Bushaltestelle gesehen – der war auch nicht schlecht: Er kackte auf die Straße. Ungelogen. Er hockte dort und kackte.
    Was Alkohol aus einem machen kann…

    • 9. Oktober 2012 at 23:48

      kackte auf die straße? okay, du hast gewonnen… jetzt fehlen mir echt die worte

  3. 13. September 2012 at 22:00

    Oh weia… direkt an der Front, hm?
    Zur Info: Hier steht eine große Gästematratze. Wenn ich dann dafür zu Karneval kommen darf… 😉

    • 13. September 2012 at 23:58

      direkt an der front. wenn ich urlaub nehmen könnte, wäe ich schon auf deiner gästematratze. 😉 …aber karneval verlangt wirklich auch gute nerven!

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