schlimmer geht immer

gestatten, die dritten

eine neue folge aus der beliebten serie: komische menschen, die man in krankenhäusern trifft. diesmal: kleine verhutzelte oma, die griesgrämig den ganzen tag an die decke starrt. aber nicht lautlos, leider. denn unter schmatzen, klickern, klackern und grschlmnm schiebt die gute ihr gebiss in der mundhöhle hin und her. einhaken. wieder aushaken. einhaken….

ja gut, es ist ihr nicht bewusst. ja gut, sie hat es sich so angewöhnt. ja gut, man soll doch nachsichtig mit omas sein. ja, verdammt, vielleicht wenn sie zuckersüß wäre. und vielleicht, wenn ich nicht mitten in einer erst-weisheitszahnentfernung-mit-vielleicht-kieferbruch-jetzt-aber-doch-nervenreizung-sache drin wäre und nicht schon genug zu tun hätte, mein brei-schicksal demütig anzunehmen. und nicht ständig an ZÄHNE denken zu müssen. dann vielleicht…

(ich war kurz davor, ihr hinterhältig die zähne zu klauen….)

(noch schlimmer sind nur die „was haben sie denn fürne krankheit-„begrüßer und die „ich erzähl dir mal meine lebensgeschichte – vorwärts und rückwärts“-beschaller. vielleicht sollte ich mal ne patiententypologie aufstellen…)

2 comments for “gestatten, die dritten

  1. rainysummer
    15. August 2011 at 22:11

    Hahaha das kenn ich irgendwo her! Weiter so und gute Besserung!

  2. 15. August 2011 at 18:47

    Meine letzte Zellen- äh, Zimmergenossin war ein echtes Multitalent, die beherrschte alle Nerv-Disziplinen aus dem FF, nächtliche Rodungsarbeiten mittels Motorsäge inklusive… Herzerfrischend 😉
    Gute Besserung!!

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